Herz

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Ich suchte mit all meiner Kraft
ein Leben voller Glück

Doch ich fand nicht was ich suchte

Ich wollte ein Leben ohne Schmerz
hab alles dafür getan
was ich zu tun im Stande wahr

Was hab ich gefunden?

Viel Schmerz und wenig Glück

Dann brach es auf
mein Herz
vor lauter Unglück
vor lauter Schmerz

Was herauskam ist sonderbar
Es spricht zu mir:
Du bist mir willkommen
egal ob glücklich oder nicht
egal ob voller Schmerz oder nicht
Du bist wie Du bist
willkommen

© Helmut Frahs, 2012

Wir bin ich?

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ich weiß es nicht
wer ich bin
bin ich einer
oder viele?

wir sind eins
wir sind eine Familie
wir sind ein Volk
wir sind eine Gruppe
wir sind ein Deutschland

ICH – Deutschland?
wer ist dieses ICH?
ich fall ins Bodenlose

Da ist kein ICH
nur viele

doch die vielen
die EIN wir ergeben
sind auch nur viele EINE

Ein ICH macht aus vielen Einen
eine EINS

Ich macht aus fünf EINSEN
EIN WIR
EINE fünf
EIN ICH – bin die fünf

Wir bin ich?
Wer sind ich?

Wer von den vielen
schreibt den hier?

Wer stellt diese Fragen?

Da ist kein ICH in mir
das laut schreit:
ICH bin es
ICH bin hier

ICH ist eins
ICH macht aus vielen EINS

Verstehst Du mich?
ich bin viele
und doch EINS

Wir bin ich?
Wir bin ICH!

© Helmut Frahs, 2012

Macht?

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Die Macht der Machtlosigkeit
ist die Kraft
die vom Müssen befreit

Die Macht, etwas geschehen zu lassen
ist grenzenlos
und respektiert jede Grenze

Die Macht, es geschehen zu lassen
ist das Geschehen zu sein

Die Macht
ist Liebe

Die Macht, nichts zu machen
mich – so wie ich bin – zu lassen

Alles
Dich
Mich

© Helmut Frahs, 2012

Verwirrende Eltern?

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In mir seid Ihr eins.
Im Außen seid Ihr zwei.
Mit mir als Kind, sind wir drei.

Das verwirrt mich und ich schrei
eins oder drei?
vielleicht doch nur zwei?

Wie könnt Ihr da draußen zwei sein,
wenn Ihr in mir eins seid.

Oder seid Ihr in mir zwei?
Und doch nicht eins?

Wie könntet Ihr eins sein?
Ich seh Euch streiten
Ich seh Euch ablehnen
Ich seh Euch weglaufen
Ich seh Euch verurteilen

Ich sehe Euch zwei da draußen
Ich erlebe Euch uneins in mir.

Ich glaube mir geht es wie Euch,
Ich erlebe eine Uneinigkeit
Der Eine ist sich uneinig
Innen wie Außen

© Helmut Frahs, 2012