König im …

König im eigenen Körperreich
in der eigenen Körperwelt

Herrscher meiner eigenen Bilderwelt
Herrscher meiner Innenwelt

Bewusste Achtsamkeit
Wahrnehmung von
Freude, Angst, Wut und Streit

Konkurrenz der Bedürfnisse
viele Verletzungen
schwierige Zerwürfnisse [Weiterlesen…]

Meine Leere

Meine Leere

Kann ich erahnen, was die Welten bewegt?
Kann ich erahnen, wohin es die Lebenskräfte strebt?

Mein Liebstes hat es fortgerissen

Keiner konnte das vorher wissen
wissen, was dann in mir passiert
diese Lücke, die Nichts und niemand repariert.

Leere …

Wut und ganz viel Zorn

Schwere Leere …

In meinem Herzen ein riesiger Dorn

Dunkle Leere … [Weiterlesen…]

Meine Lösung

Mein Verstand hat es noch nie geschafft… – Meine Lösung

Meine ungesunden Verhaltensweisen
um die meine Gedanken ewig kreisen
selbst mit Gewalt und ganz viel Kraft
hat es mein Verstand noch nie geschafft
ein ungesundes Verhalten zu beenden
es wird gekämpft, bis zu meinem bitteren Verenden

Es sei denn, ich halte inne,
stelle mir die Frage, wie ich dem Wahnsinn entrinne.
Nicht mit Verstand, sondern Verständnis
entspannte Herzlichkeit, statt strengem Gefängnis.
Damit kann ich mich vom Gewohnten entwöhnen
mit Achtsamkeit und Offenheit, mein Innerstes verwöhnen. [Weiterlesen…]

Mein Lebensweg

Mein Lebensweg

Keiner kann für mich die Schritte geh’n
entweder ich tue es, oder ich bleibe steh’n.
Nur ich kann meine inneren Hürden überwinden,
nur ich kann meine inneren Bruchstücke wieder verbinden.

Es ist hart, schwer und tut erst mal nicht gut;
ich bin verwirrt, voll Sorge, wohin mit der Wut?
Ich habe gelernt so vieles zu verdrängen,
doch es geht nicht mehr, mich ständig einzuengen.
Das Verdrängte schweigt nicht mehr still
zeigt sich als Schmerz, egal ob ich das will.

Meine Eltern konnten so vieles von mir nicht leiden. [Weiterlesen…]

goldenes haus

hallo du, hallo sie, endlich hier?
ein paar dichte worte anstatt wein oder bier?

wir müssen raus
aus dem goldenen haus

es schien so wohlig, so bequem
und ist nun so eng, so extrem

gefangen in den mütterlichen fängen
ohne ausweg aus den väterlichen zwängen

versorgt, umsorgt, angst und schrecklich
irgendwie für mich langfristig tödlich

die mütterliche enge
die väterliche strenge

nein, nein, nein
nicht alles ist schlecht

aber wo bin ich
wo bin ich echt

in der enge war ich so versorgt
in der weite bin ich so besorgt

weil ich nicht weiß
mich selbst zu sein
so allein

war im goldenen käfig
so mütterlich klein

jetzt bricht er weg der schutz
jetzt bröckelt der putz

doch was dann erscheint
ist das Kind, das schrecklich weint

die vielen wunden
waren golden umwunden

nun liegt alles blank
unaufhaltsamen wachstum sei dank

die alten strukturen nähren nicht mehr
das neue beängstigt so sehr

weil ich nicht weiß
mich selbst zu sein
so allein

im käfig – gelähmt
in freiheit – gelähmt

nun geht die reise los
aufs neue – noch ist es bodenlos

ich such den grund unter den füßen
versuch mich echt zu begrüßen

mich nicht mehr zu schämen
nicht mehr mein leben verbrämen

versuch mich anzuerkennen
versuch mich und meine lage ehrlich zu benennen

damit durchbreche ich den käfig
bin damit anders als meine eltern tätig

sie konnten nicht sehen was ich sehen kann
sie waren noch gefangen im güldenen bann

nun bin ich es und scheine frei
erlebe schmerz und viel geschrei

das ist doch wie immer, so wie es war
aber es ist anders, irgendwie wunderbar

es ist ein neuer schritt nach draußen
mein innerstes wächst nach außen

was draus wird
ob könig oder hirt?

weil ich nicht weiß
mich selbst zu sein
so allein

ich!

© Helmut Frahs, 2013

Wort – Ort

Worte,
das sind wundersame Orte

Was drauf steht ist scheinbar klar
ein Tisch ist doch ein Tisch
ein Haus ein Haus
Was drin steckt, – im Wort –
oft seltsam und gar sonderbar

Da strahlt etwas heraus
aus diesem einen Wort
Aus jedem Wort
Was ist das für ein verrückter Ort?

Was strahlt da durch,
durch die Buchstaben durch?

Da ist doch scheinbar nichts,
außer schwarz und weiß

Da ist doch nichts
und doch viel mehr
als das pure Wort

Das Wort ist ein Raum
erfüllt
mit Bildern
erfüllt mit Gefühlen
erfüllt
mit irgendwelchen Dingen
die in Dir
dem Empfänger
etwas zum klingen bringen.

Mein Wort ist mein Raum
erfüllt mit meinen Bildern
erfüllt mit meinen Gefühlen
erfüllt mit meinem Klang

Was hörst Du nun?
Meine Worte?
Was siehst Du nun?
Deine Bilder?
Was fühlst Du nun?
Deine Gefühle?

Worte – für mich gar sonderbare Orte
Orte an denen ich meinte zu sein
Und doch bist da DU.

© HelmutFrahs, 2013

sie sind doch da, oder?

bitte schreibe noch tausendfach von dir
denn ich weiß nicht, wann ich davon satt werde

was für kraftvolle worte
du bist dort und doch hier
transportiert durch dein wort
du bist hier – in mir
lebendig und doch fort

schenkst meiner wüste deinen regen
bist für die wüste der tod
für mich ein segen

ich weiss nichts und das ist alles.
alles was ich weiss
ich weiß nicht wer ich bin
ich suche mich
suche mich
suche mich
und finde dich
halt nein,
das bin ja ich

doch wo bist du?
ich suche dich
finde dich
und suche weiter

ich habe gewartet
ich habe gesucht
ich habe gefunden

genau, bla bla bla
und doch sind wir da
wir, du und ich
und all die anderen

sie sind doch da, oder?

ich habe angst, in meiner fülle zu ertrinken

© HelmutFrahs, 2013

Zerrissen in der Gleichzeitigkeit

Ich verliere mich in der Gleichzeitigkeit
es zermürbt mich und stärkt mich zugleich.

Gleichzeitig bin ich
eins
verbunden mit Allem – alleins
einer
getrennt, alleine

Gleichzeitig bin ich
unvorstellbar groß
100 Billionen Zellen
mit Billionen von Atomen – in jeder Zelle
und unfassbar klein
in der riesigen Welt
irgendwo im unfassbar großen Weltenraum

Gleichzeitig bin ich
einer
ein einzelner Mensch
und doch bin ich viele
Zellen, Organe, Mutter, Vater, Großeltern, …

Gleichzeitig bin ich
endlich
bald alt und runzelig
endlos
in mir lebt alles was vor mir war
und im Nächsten lebe ich weiter.

Gleichzeitig bin ich
voller Frieden
gutmütig, weich und verständnisvoll
auch voller Hass
Ablehnend, wütend und bekämpfend.

Gleichzeitig bin ich
zerrissen
eins

Gleichzeitig
bin
ich

Und Du?

© HelmutFrahs, 2013

Innen + Außen

Innen + Außen
Ich weiß nicht, was Innen ist.
Vom Außen habe ich ein wenig Ahnung.
Außen
da bist Du
Das ist doch Außen?
Oder?
Du bist da draußen
und doch irgendwie drinnen
bringst in mir etwas zum erklingen
Nein,
nicht nur Schönes.
Du liest diese Worte
wir sind verbunden.
Ein Ton?
Ein einziger gemeinsamer Ton?
Ein Akkord vielleicht?
Oder gar die selbe Melodie?
In mir und Dir
ein ähnliches Lied?
mit ähnlichem Leid?
Ich bin nicht allein
Du bist zu zweit!

© HelmutFrahs, 2013

Grundlos GlücklICH

Ich sehe das Leben
Ich sehe, was ich sehe
Ich sehe

Ich weiß nicht
was ich sehe
Ich sehe doch immer nur mich

nur mICH
oder dICH?

Grundlos GlücklICH
ohne Sorgen heut und Morgen
einfach schrecklich kompliziert
egal ob mir warm ist
oder mich friert

Grundlos GlücklICH
weil ich es bin – ICH, ICH, ICH

Drinnen gärt es, schlicht und grässlich
Draußen schlägt es, kalt und hässlich
Du und ich wir sind uns ähnlich

Da ist so vieles was hier drin ist
Einfach Vieles was so schlimm ist,
so schlimm,
dass es nicht willkommen ist.
IST, IST, IST
Nicht willkommen!
Weder in mir drinnen,
noch in Dir draußen.

Du da draußen kriegst es ab,
weil es hier drin ist
Bekommst all das Verbotene zu spüren,
egal wie schlimm’s ist

Grundlos GlücklICH
ohne Sorgen heut und Morgen
einfach herrlich kompliziert
egal ob mir warm ist
oder mich friert

Es muss nach draußen
es drängt und drückt
egal ob glänzend oder verrückt.
Es drängt zu Dir
und spiegelt mich zu mir.

Es passiert ganz unbemerkt
nennt sich Leben, Tod und vieles mehr,
mal ganz kläglich, mal auch unbeschwert.

Grundlos GlücklICH
ob mit oder ohne
viel oder wenig
Trauer oder Freude
Ich oder Du

Ja DU! Was sagst Du dazu?
liest und schweigst

wozu?

© HelmutFrahs, 2013