du – mein unbewusstes

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was in mir bewusstlos bleibt
still und unbemerkt
an die oberfläche treibt

von draußen klopft es dann an bei mir
will aufmerksamkeit
schreit: sieh mich an, ich bin hier

ich denk – oh je, was will dieses wesen
du – du bist schuld
du, nicht ich, war’s gewesen

es wäre so leicht für mich gewesen
wenn du die schuld getragen hättest
und ich – ich wär das unschuldswesen

doch irgendwann konnt ich’s nicht mehr verdrängen
erkannte mich in dir
es war vorbei, mit fliehen und fortrennen

sobald der raum in mir gewachsen ist
für dich und deine schuld
du dann für immer verschwunden bist

zurück bleib nur noch ich
denn was sonst wäre zu erkennen
ausser dICH

so ist alles was sich von mir trennt
nur das bewusstlose in mir
das sich in mein bewusstsein drängt

© Helmut Frahs, 2012

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