Heute schon geTRumpelt?

Dieser Tage ist ja ein ganz besonderes Exemplar eines TRumpelstilzchen in aller Munde. Dabei stellt sich mir die Frage, wie sieht es denn mit dem oder sogar den TRumpelstilzchen in mir aus?

Wo lasse ich mich blind von meinen Emotionen durch die Gassen jagen und gebe dabei allen anderen die Schuld für das Porzellan, das ich zerschlagen habe? Ich gebe anderen die Schuld, wenn Sie auf meine Verletzungen mit Gegenangriffen reagieren. Die Anderen waren und sind immer Schuld.

Oder anders gesagt, immer wieder schafft es dieses TRumpelstilzchen, die Kontrolle zu übernehmen und die Handlung zu bestimmen.

Ich schätze mal, dass es viel öfter der Fall ist, als so manchem bewusst ist. Wie sonst ist es möglich, dass ein Land wie die USA, sich sogar ein TRumpelstilzchen zum Präsidenten wählt?

Wie kann ich meinem TRumpelstilzchen in mir die Macht entziehen? Auf keinen Fall mit Kampf, denn es kämpft dann nur ein TRumpelstilzchen gegen ein anderes TRumpelstilzchen – mit dem Ergebnis, dass ich und meine Umwelt sehr darunter zu leiden haben. Statt mich von den Emotionen beherrschen zu lassen, besteht die Möglichkeit, den Emotionen in mir Raum zu geben. Wie so oft ist auch hier die große Lernchance, das wohltuende, individuelle Maß zu finden.

Wie im Märchen lässt sich auch das TRumpelstilzchen in mir dadurch entmachten, in dem ich es benennen kann. Wenn ich also die Emotionen, die mich bisher unbewusst kontrollieren benennen kann, wenn ich also nicht mehr die Schuld immer nur bei den Anderen suche, sondern auch die Verantwortung bei mir finde, dann verliert selbst das größte TRumpelstilzchen seine Macht über mich.

in diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Spaß beim Ent-TRumpeln der eigenen Innenwelt.

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