Mein Lebensweg – Meine Lösung – Meine Leere – Meine …

Meine Leere

Kann ich erahnen, was die Welten bewegt?
Kann ich erahnen, wohin es die Lebenskräfte strebt?

Mein Liebstes hat es fortgerissen

Keiner konnte das vorher wissen
wissen, was dann in mir passiert
diese Lücke, die Nichts und niemand repariert.

Leere …

Wut und ganz viel Zorn

Schwere Leere …

In meinem Herzen ein riesiger Dorn

Dunkle Leere …

Ich bin einsam und funktionier‘

Unfassbare Leere …

Wo bist Du, wieso bist Du nicht hier?

Ich bin von Dunkelheit umschlungen
habe wie wahnsinnig mit der Leere gerungen.

Ich lebe und Du bist tot!
Verdammt, ich bin allein, ich bin in Not!

Keiner kann oder will mich verstehn,
Keiner kann oder will meine dunkle Leere sehn.

Leere …

Leere …

Leere …

Oh, da war doch ein kurzer Schimmer,
ein heller Funke – wird’s jetzt etwa noch schlimmer?

Da! Schon wieder! … Ein Bild von Dir
Nicht da draußen, so lebendig und in mir.

Du lebst in mir, in meinem Herz
Dort ist jetzt Platz, für Leben und für  Schmerz.

Kann ich erahnen, was die Welten bewegt?
Kann ich erahnen, wohin es die Lebenskräfte strebt?

Ich vermisse Dich!

Helmut Frahs – Neu Fahrland, 2016
_______________________________

Meine Lösung
(Mein Verstand hat es noch nie geschafft…)

Meine ungesunden Verhaltensweisen
um die meine Gedanken ewig kreisen
selbst mit Gewalt und ganz viel Kraft
hat es mein Verstand noch nie geschafft
ein ungesundes Verhalten zu beenden
es wird gekämpft, bis zu meinem bitteren Verenden

Es sei denn, ich halte inne,
stelle mir die Frage, wie ich dem Wahnsinn entrinne.

Nicht mit Verstand, sondern Verständnis
entspannte Herzlichkeit, statt strengem Gefängnis.
Damit kann ich mich vom Gewohnten entwöhnen
mit Achtsamkeit und Offenheit, mein Innerstes verwöhnen.

Es ist schon wieder dieser eine Schritt ins Ungewisse
bei dem ich das Gewohnte sofort vermisse.
Die innere Lücke, die das Ungewohnte bringt
füllt sich mit Angst, die mich eng umschlingt.

Hier ist nun meine innerste Kraft gefragt
die trotz der schlingenden Angst nicht verzagt.
Die der Angst vorm Ungewohnten entgegenhält
die den Frieden, statt weiteren Kampf erwählt.

Ich schenke meine Aufmerksamkeit meinem ganzen Sein,
da werden selbst die scheinbar größten Probleme ziemlich klein

Es ist die Aufmerksamkeit, meine innerste Kraft,
die Krieg in Frieden umzuwandeln verschafft.

Aufmerksamkeit ist Liebe
das Gegenteil von Strenge und Hiebe.

Das ist es, was ich mir, meiner kompletten Innenwelt schenken kann
damit breche ich den Gewohnheitsbann.
Ohne neue Gewalt in mir hervorzurufen
entwickelt sich Frieden, langsam, in kleinen Stufen.

Die Aufmerksamkeit ist diese eine Kraft
mit dieser Liebe zu mir selbst, habe ich es geschafft.

Was durch Angst und Gewalt war geschieden
neu zu verbinden und mein Innerstes zu befrieden.

Helmut Frahs – Neu Fahrland, 2016
_______________________________

Mein Lebensweg

Keiner kann für mich die Schritte geh’n
entweder ich tue es, oder ich bleibe steh’n.

Nur ich kann meine inneren Hürden überwinden,
nur ich kann meine inneren Bruchstücke wieder verbinden.

Es ist hart, schwer und tut erst mal nicht gut;
ich bin verwirrt, voll Sorge, wohin mit der Wut?
Ich habe gelernt so vieles zu verdrängen,
doch es geht nicht mehr, mich ständig einzuengen.

Das Verdrängte schweigt nicht mehr still
zeigt sich als Schmerz, egal ob ich das will.

Meine Eltern konnten so vieles von mir nicht leiden.
Meine Eltern waren bestrebt, alles Gefährliche zu vermeiden.

Es sind die Ängste meine Eltern,
in mir lebendige Mus(s)ter und von Gestern.
Mus(s)ter, die ich noch heute vollziehen muß
machen mich krank, bringen mir viel Verdruß.

Dies zu erkennen ist mein erster Schritt,
gehe ich diesen Weg, geht das Leben mit mir mit.
Vielleicht schaffe ich es, bei mir anzukommen
Ich würd‘ es nicht schaffen, hätte ich nie etwas unternommen.

Erst wenn ich das Neue, das Ungewohnte wage,
wenn ich nicht mehr in gewohnter Starre verzage,
Dann gehe ich den nächsten Schritt
und meine Gesundheit wächst mit mir mit.

Das ist mein Lebensweg,
den kein Anderer für mich geht.